ASM 6/91
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Manfred Trenz
- ein Name, den spätestens seit Turrican alle Fans von wirklich guten
Games kennen dürften. Ein Mann, der hält, was andere versprechen. Ein
Programmierer und Grafiker, der seine Ideen in die Computer-Realität umsetzt
und seinen Beruf gleichzeitig als Hobby sieht. Oder auch umgekehrt: Er
hat aus seiner Leidenschaft für Ballerspiele einen Beruf gemacht, von
dem viele träumen. Er holte mit Turrican II, dem bislang größten Erfolg
des gebürtigen Saarbrückers, zu einem Rundumschlag auf alles bisher dagewesene
aus, denn dieses Game entstand ursprünglich auf dem C-64. In Zukunft will
sich Manni aber nur noch mit dem Amiga beschäftigen. Und „Turrican III"
wird es auch nicht geben - sagt Manni. Wirklich??? Wir gingen dieser und
vielen anderen Fragen nach und besuchten den Meister bei Rainbow Arts
in Kaarst... |
„Du erinnerst Dich doch sicher daran, daß das Alien, als es aus dem Ei schlüpfte, John Hurt ins Gesicht sprang. Genau dasselbe passiert hier, wenn Du nicht aufpaßt." Das gleichnamige Computerspiel habe er übrigens nie zu Gesicht bekommen. Auch eine Szene aus „Re-Animator II" (der Film) hat er in sein Meisterwerk integriert. Abgesehen vom Inhalt, sind für Manni sehr gute Steuerung und Kollisionsabfrage das Wichtigste in einem Ballerspiel. Solche bevorzugt er zwar, aber: „Ich könnte mir durchaus vorstellen, ein lustiges Hüpfspiel für die Kleinen zu machen, in dem gar nicht geballert wird -so im MARIO-Stil."Natürlich ballere er auch gerne auf „fremden" Monstern herum. So setzt sich Trenz nach getaner Arbeit und dem täglichen Besuch im Fitness-Center (man sieht's ihm an, hehe) gerne an den Heim-Computer oder an die Konsole. Da bleibt nicht viel Zeit für andere Aktivitäten - für Diskotheken, Alkohol und Nikotin hat Manni eh nichts übrig, insofern treten da kaum Probleme auf. Die Zeit braucht der 25-jährige aber auch, denn: „Ich werde versuchen, das Letzte aus dem Computer herauszuholen und soviel wie möglich selbst zu machen." Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich, daß es für NINTENDO auch eine Version von „Turrican" geben wird - eine ganz besondere, versteht sich: „Es soll SUPER TURRICAN heißen und eine Zusammenfassung des ersten undl zweiten Teils sein." Wie es überhaupt zul Turrican gekommen sei, wollte ich wissen. „Ich wollte halt etwas machen, dasl nicht nur ein Ballerspiel wie Katakis war, sondern einen völlig anderen Stil besaß. Es sollte auch zum Nachdenken anregen. Ich habe ohne fertiges Konzept einfach drauf losprogrammiert." Das Spiel sollte ursprünglich 20 Level bekommen in der fertigen Version waren es dann aber nur noch 13. Die Entwürfe der Titelfigur wurden zunächst zu Papier gebracht, dann programmiert, coloriert und schließlich in den Scroller gebracht. Nach und nach wurden die einzelnen Level skizziert und programmiert und schließlich mit Gegner bespickt. Welche Arbeit allein die Titelfigur machte, demonstriert Manni anhand des „Rundumschusses", der besonders im zweiten! Teil zur Geltung kam: 32 Bilder für eine einzige Bewegung! Das Ergebnis hat sich aber in jeder Hinsicht gelohnt.. |

Comment: Do you
notice that file labeled "Turrican 1"? I really would like to have
a look in it ;)